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hreflang-Tags erklärt: Syntax, Regeln und typische Fehler

Was hreflang-Tags sind, wie du sie richtig setzt (Syntax, ISO-Codes, x-default, Canonical) und welche Fehler Google deine Übersetzungen ignorieren lassen.

Aktualisiert am 24. September 2026 · 5 Min. Lesezeit

Deine Website ist ins Englische und Französische übersetzt, aber in Google taucht nur die deutsche Version auf? Fast immer stecken dahinter fehlende oder falsche hreflang-Tags.

Hier erfährst du, wie die Syntax aussieht, welche Regeln Google streng prüft und wie du deine Tags schnell kontrollierst. Willst du es sofort wissen, teste deine Seite mit dem kostenlosen SEO-Checker.

Was ist hreflang?

hreflang ist ein Attribut, mit dem du Google sagst: „Diese Seite gibt es auch in anderen Sprachen, und zwar unter diesen URLs.“ Google zeigt dann jedem Nutzer die passende Version in den Suchergebnissen.

Ohne hreflang passieren zwei Dinge:

hreflang ist kein direkter Rankingfaktor, sondern ein starkes Signal. Richtig gesetzt, folgt Google ihm in der Regel. Fehlerhaft gesetzt, ignoriert Google es einfach, ohne Warnung.

Die Syntax

Die Tags stehen im <head> jeder Seite. Jede Zeile verknüpft eine URL mit einem Sprachcode:

<link rel="alternate" hreflang="de" href="https://deinedomain.de/preise" />
<link rel="alternate" hreflang="en" href="https://deinedomain.de/en/preise" />
<link rel="alternate" hreflang="fr" href="https://deinedomain.de/fr/preise" />
<link rel="alternate" hreflang="x-default" href="https://deinedomain.de/preise" />

Genau dieser Block steht auf allen drei Seiten, identisch.

Die Regeln, die Google streng prüft

Gegenseitigkeit

Verweist die deutsche Seite auf die englische, muss die englische auch auf die deutsche verweisen. Fehlt der Rückverweis, verwirft Google die Verknüpfung. Deshalb gilt: Jede Version trägt den kompletten Block mit allen Sprachen.

Absolute URLs

Immer mit Protokoll und Domain: https://deinedomain.de/en/preise, nicht /en/preise. Auch www und https müssen zur echten URL passen.

Selbstreferenz

Jede Seite nennt sich selbst im Block. Die englische Seite enthält also auch die Zeile mit hreflang="en", die auf sie selbst zeigt.

Gültige ISO-Codes

Die Sprache kommt als ISO-639-1-Code (de, en, fr), die Region optional als ISO-3166-1-Code dahinter, getrennt durch einen Bindestrich. Die Region ist ein Land, keine Sprache. Genau hier passieren die meisten Fehler:

FalschRichtigWarum
en-UKen-GBDer Ländercode für Großbritannien ist GB
jpjajp ist das Land, die Sprache ist ja
cnzhChinesisch ist zh (z. B. zh-CN, zh-TW)
krkoKoreanisch ist ko
dkdaDänisch ist da
grelGriechisch ist el
czcsTschechisch ist cs
uaukUkrainisch ist uk (nicht Großbritannien)
en_USen-USBindestrich statt Unterstrich

Für die DACH-Region kannst du de-DE, de-AT und de-CH unterscheiden. Das lohnt sich nur bei wirklich unterschiedlichen Inhalten, etwa Preisen oder Versand. Sonst reicht de.

x-default

x-default ist die Rückfallversion für alle, deren Sprache du nicht anbietest. Meist ist das deine Originalsprache oder eine Sprachauswahlseite. Die Zeile ist technisch optional, aber sie gehört in jedes saubere Set.

Drei Wege zur Umsetzung

MethodeWann sinnvoll
<link>-Tags im HeadDer Standard für normale HTML-Seiten
XML-SitemapGroße Websites, zentral gepflegt über xhtml:link-Einträge
HTTP-Link-HeaderNicht-HTML-Dateien wie PDFs

Du brauchst nur einen Weg. Nutzt du mehrere, müssen sie exakt übereinstimmen, sonst sendest du widersprüchliche Signale.

hreflang und Canonical

Das ist der teuerste Fehler überhaupt. Das Canonical sagt, welche URL die „richtige“ Version dieser Seite ist. hreflang sagt, welche URLs dieselbe Seite in anderen Sprachen sind.

Jede Sprachversion braucht ein Canonical, das auf sich selbst zeigt. Die Seite /en/preise trägt also canonical auf /en/preise, nicht auf /preise. Zeigt das Canonical auf eine andere Sprache, erklärst du Google, dass die Übersetzung keine eigenständige Seite ist. Google ignoriert dann das hreflang, und nur das Original wird indexiert.

html lang nicht vergessen

Das Attribut <html lang="en"> sagt Browsern, Screenreadern und Suchmaschinen, in welcher Sprache die Seite geschrieben ist. Es sollte zum hreflang-Code der Seite passen. Eine englische Seite mit lang="de" ist ein widersprüchliches Signal.

Weitere typische Fehler

So prüfst du deine hreflang-Tags

Am schnellsten geht es mit unserem kostenlosen mehrsprachigen SEO-Checker. Er prüft hreflang im Head und im HTTP-Header (gültige Codes, absolute URLs, Selbstreferenz, x-default, Duplikate), vergleicht html lang und Canonical und besucht bis zu sechs übersetzte Versionen, um zu sehen, ob sie mit 200 antworten und zurückverlinken.

Von Hand öffnest du den Quelltext jeder Sprachversion (Strg+U bzw. Cmd+Option+U) und suchst nach hreflang und canonical. Für die ganze Website gehst du am besten die Checkliste im mehrsprachigen SEO-Audit durch.

Wie Lantis hreflang automatisiert

Bei 50 Seiten in drei Sprachen pflegst du von Hand Hunderte Tags, und jede neue Seite kann die Gegenseitigkeit brechen. Lantis nimmt dir das ab: Jede Sprache bekommt ihre eigene URL (Unterordner wie /en/), und Lantis setzt automatisch hreflang für alle Sprachen plus x-default, das richtige html lang und ein selbstreferenzierendes Canonical.

Dazu kommen KI-Übersetzung mit visuellem Editor und Glossar sowie ein Sprachumschalter. Lantis funktioniert mit Webflow, WordPress, Shopify und jeder Website über eine Zeile Code; für Framer gibt es ein Plugin. Preise: ab 3 € im Monat pro Sprache, 2,50 € ab zwei Sprachen, 2 € ab zehn. Die ersten 100 Übersetzungen sind kostenlos, ohne Kreditkarte. Mehr dazu: Framer-Website übersetzen und Webflow-Website übersetzen.

Häufige Fragen

Ist hreflang ein Rankingfaktor?

Nicht direkt. hreflang sorgt dafür, dass Google die richtige Sprachversion anzeigt. Das verbessert Klickrate und Nutzersignale in jedem Markt.

Brauche ich x-default?

Es ist nicht Pflicht, aber empfehlenswert. Ohne x-default entscheidet Google selbst, welche Version Nutzer mit einer anderen Sprache sehen. Mit x-default legst du das fest, meist auf deine Originalsprache.

Reicht „de“ oder brauche ich „de-DE“?

Für die meisten Websites reicht de. Regionale Codes wie de-AT oder de-CH lohnen sich nur, wenn sich die Inhalte pro Land unterscheiden, zum Beispiel bei Preisen oder Versandbedingungen.

Funktioniert hreflang mit ?lang=-Parametern?

Technisch ja, in der Praxis schlecht. Parameter werden oft nicht sauber gecrawlt und leicht mit anderen Varianten verwechselt. Besser ist eine eigene URL pro Sprache, idealerweise im Unterordner wie /en/.

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