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Mehrsprachiges SEO-Audit: Checkliste für deine Website

Mehrsprachiges SEO-Audit in 13 Schritten: URLs, hreflang, Canonical, html lang, Metadaten, Sitemap und JS-Übersetzer, mit kurzer Prüfanleitung pro Punkt.

Aktualisiert am 24. September 2026 · 5 Min. Lesezeit

Deine Website ist übersetzt, aber aus dem Ausland kommt kaum Traffic? Meist liegt es nicht an der Übersetzung, sondern an der Technik darunter.

Diese Checkliste führt dich Schritt für Schritt durch ein mehrsprachiges SEO-Audit. Zu jedem Punkt steht, wie du ihn prüfst.

Der schnelle Weg: der kostenlose Checker

Die meisten Punkte dieser Liste prüft unser kostenloser mehrsprachiger SEO-Checker in wenigen Sekunden: hreflang im Head und im HTTP-Header, html lang, Canonical, Title und Description, og:locale, noindex, URL-Struktur und reine JavaScript-Übersetzer. Außerdem besucht er bis zu sechs übersetzte Versionen und prüft, ob sie mit 200 antworten, zurückverlinken und ein eigenes Canonical haben.

Die Checkliste

#PunktWichtigkeit
1Eine URL pro SpracheKritisch
2Kein reiner JavaScript-ÜbersetzerKritisch
3Indexierbar, kein noindexKritisch
4Canonical zeigt auf sich selbstKritisch
5Vollständiges hreflang-SetHoch
6x-default gesetztMittel
7Passendes html langMittel
8Übersetzte Titles und Meta-DescriptionsHoch
9og:localeNiedrig
10Übersetzte SlugsOptional
11Sitemap mit hreflangMittel
12Crawlbarer SprachumschalterHoch
13Keine automatische WeiterleitungHoch

1. Eine URL pro Sprache

Jede Sprache braucht eine eigene URL. Empfehlenswert sind Unterordner wie /en/ oder /fr/: Sie erben die Autorität deiner Domain. Vermeide Parameter wie ?lang=en und Lösungen, bei denen alle Sprachen unter derselben URL laufen.

So prüfst du es: Wechsle die Sprache über den Umschalter und schau in die Adresszeile. Ändert sich die URL nicht, kann Google nur eine Sprache indexieren.

2. Kein reiner JavaScript-Übersetzer

Viele Tools tauschen den Text erst im Browser aus: Weglot im JavaScript-Modus, GTranslate, das Google-Übersetzer-Widget oder ConveyThis. Du siehst die Übersetzung, Google in der Regel nicht, weil sie nicht im ausgelieferten HTML steht.

So prüfst du es: Öffne eine übersetzte Seite und dann den Quelltext (Strg+U bzw. Cmd+Option+U). Steht dort der Originaltext, ist die Übersetzung für Google unsichtbar.

3. Indexierbar, kein noindex

Übersetzte Seiten landen gern versehentlich auf noindex.

So prüfst du es: Suche im Quelltext nach noindex. In der Google Search Console zeigt dir der Bericht „Seiten“, welche URLs nicht indexiert sind und warum.

4. Canonical zeigt auf sich selbst

Jede Sprachversion trägt ein Canonical auf die eigene URL. Zeigt das Canonical von /en/preise auf /preise, ignoriert Google das hreflang, und die Übersetzung verschwindet aus dem Index.

So prüfst du es: Suche im Quelltext der übersetzten Seite nach canonical. Im Bericht „Seiten“ der Search Console ist der Grund „Alternative Seite mit richtigem kanonischen Tag“ bei übersetzten URLs ein typisches Warnsignal.

5. Vollständiges hreflang-Set

Jede Version listet alle Sprachen, sich selbst eingeschlossen, mit absoluten URLs und gültigen ISO-Codes. So sieht ein korrektes Set aus:

<link rel="alternate" hreflang="de" href="https://deinedomain.de/" />
<link rel="alternate" hreflang="en" href="https://deinedomain.de/en/" />
<link rel="alternate" hreflang="x-default" href="https://deinedomain.de/" />

So prüfst du es: Vergleiche den Block auf mindestens zwei Sprachversionen, er muss identisch sein. Alle Regeln und typischen Code-Fehler findest du im Ratgeber zu hreflang-Tags.

6. x-default gesetzt

x-default legt fest, welche Version Nutzer sehen, deren Sprache du nicht anbietest. Meist ist das deine Originalsprache.

So prüfst du es: Suche im hreflang-Block nach x-default.

7. Passendes html lang

Das Attribut <html lang="…"> muss zur Sprache der Seite passen. Ein Klassiker: Die englische Version trägt weiter lang="de".

So prüfst du es: Die erste Zeile nach dem Doctype im Quelltext. Der Code sollte mit dem hreflang der Seite übereinstimmen.

8. Übersetzte Titles und Meta-Descriptions

Ein deutscher Title über einer englischen Seite kostet Klicks.

So prüfst du es: Suche im Quelltext nach <title> und name="description".

9. og:locale

og:locale steuert die Sprache der Vorschau beim Teilen in sozialen Netzwerken. Wichtig: Hier gilt das Format mit Unterstrich, also en_US oder de_DE.

So prüfst du es: Suche im Quelltext nach og:locale und prüfe, ob der Wert pro Sprache wechselt.

10. Übersetzte Slugs (optional)

/en/pricing statt /en/preise enthält das passende Keyword. Pflicht ist das nicht; bei bestehenden Seiten brauchst du dann Weiterleitungen.

So prüfst du es: Schau dir die URLs deiner wichtigsten übersetzten Seiten an.

11. Sitemap mit hreflang

Deine XML-Sitemap sollte alle Sprachversionen enthalten, idealerweise mit hreflang-Angaben.

So prüfst du es: Öffne /sitemap.xml und suche nach /en/-URLs. Reiche die Sitemap in der Search Console ein. Den alten Bericht „Internationale Ausrichtung“ hat Google eingestellt; verlass dich auf den Bericht „Seiten“.

12. Crawlbarer Sprachumschalter

Der Umschalter muss aus echten Links bestehen (<a href="/en/">), nicht aus Buttons, die nur per JavaScript die Sprache wechseln.

So prüfst du es: Rechtsklick auf eine Sprache im Umschalter. Bietet der Browser „Link kopieren“ an, ist es ein echter Link.

13. Keine automatische Weiterleitung

Leite Besucher nicht automatisch nach IP-Adresse oder Browsersprache um. Der Googlebot crawlt meist aus den USA und sähe nur die englische Version. Zeig lieber einen dezenten Hinweis.

So prüfst du es: Öffne die Seite im privaten Fenster mit anderer Browsersprache oder per VPN. Die aufgerufene URL muss geladen bleiben.

Viele Punkte auf einmal lösen

Zeigt dein Audit viele rote Punkte, lohnt sich Einzelreparatur selten. Lantis liefert jede Sprache unter eigener URL aus (Unterordner wie /en/) und setzt automatisch hreflang für alle Sprachen plus x-default, das richtige html lang und ein selbstreferenzierendes Canonical. Sprachumschalter, KI-Übersetzung, visueller Editor und Glossar sind inklusive.

Lantis funktioniert mit Webflow, WordPress, Shopify und jeder Website über eine Zeile Code, für Framer gibt es ein Plugin. Ab 3 € im Monat pro Sprache, die ersten 100 Übersetzungen sind kostenlos, ohne Kreditkarte. Siehe auch den Kostenrechner und die Weglot-Alternativen.

Danach einfach erneut den SEO-Checker laufen lassen.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich ein mehrsprachiges SEO-Audit machen?

Nach jeder größeren Änderung wie einer neuen Sprache oder einem Relaunch, sonst alle paar Monate.

Was ist der häufigste Fehler bei mehrsprachigen Websites?

Übersetzungen, die nur per JavaScript geladen werden, und Canonicals, die auf die Originalsprache zeigen. Beides macht Übersetzungen für Google unsichtbar.

Wie lange dauert es, bis Korrekturen in Google sichtbar sind?

Meist einige Wochen, weil Google die Seiten erneut crawlen muss. Eine eingereichte Sitemap beschleunigt das.

Brauche ich die Search Console für das Audit?

Für den schnellen Überblick nicht, den liefert der Checker. Die Search Console zeigt dir aber, welche Seiten Google tatsächlich indexiert hat.

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